Bremen


In Bremen ist das Halten von gefährlichen Hunden verboten. Ausnahmen werden nur nach bestandener Wesensprüfung erteilt, bzw. mit Auflagen oder auf Widerruf genehmigt. Wird die Halteerlaubnis beschränkt, so ist der Hund auf Kosten des Halters zu kastrieren oder sterilisieren und der Ortspolizei dies nachzuweisen. Wird die Haltung eines gefährlichen Hundes verboten, lässt die Ortspolizei den Hund von einem Tierarzt zu Lasten des Halters kastrieren oder sterilisieren. Dieses Verbot kann befristet oder unbefristet angeordnet werden. Der Halter eines als gefährlich eingestuften Hundes ist verpflichtet, diesen bei der Ortspolizei registrieren zu lassen. Der Halter muss durch ein polizeiliches Führungszeugnis über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren seine rechtliche Unbescholtenheit nachweisen. Es gilt grundsätzlich ab der Vollendung des 6 Lebensmonats des Hundes Leinen – und Maulkorbzwang in der Öffentlichkeit ( ausserhalb des eigenen Besitzes, z.B. Hausflur).

Hunde bis zu 15 Monaten, die sich in einer Ausbildung zur Begleithundeprüfung befinden, nachweislich das 8. Lebensjahr vollendet haben ohne auffällig geworden zu sein oder wegen ihres vom Tierarzt bestätigten Gesundheitszustand nicht auffällig werden können, sind von den Auflagen der Hundeverordnung in Bremen befreit. Durch den Nachweis einer bestandenen Begleithundeprüfung ( die Regeln dieser Prüfung legt der Senator für Inneres, Kultur und Sport per Verwaltungsvorschrift fest ) oder eines Wesentests ( der Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales bestimmt den Tierarzt oder die Stelle, die die Prüfung oder den Test vornimmt und kann bei Bedarf die ordnungsgemässe Ausführung des Tests vor Ort überprüfen ) ist eine Ausnahme von der Maulkorbpflicht nach Erteilung der Halteerlaubnis möglich. Der Halter erhält eine Bescheinigung der Ortspolizei, die er in der Öffentlichkeit mit zu führen und auf Verlangen vorzuzeigen hat. Der Handel oder die Zucht von als gefährlich eingestuften Hunden sowie eine Ausbildung zur Steigerung der Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren ist verboten. Der Halter muss den Hund auf seine Kosten von einem Tierarzt durch einen implantierten Mikrochip unverwechselbar kennzeichnen und eine Hundehaftpflicht für das Tier abschliessen. Gefährliche Hunde sind artgerecht und ausbruchsicher unterzubringen. Deutliche Warnhinweise „Vorsicht bissiger Hund“ sind an jedem Zugang des Privatbesitzes anzubringen.

Unbeaufsichtigte Tiere können von der Polizei eingefangen und kostenpflichtig in Verwahrung genommen werden. Name und Adresse des Halters sind am Halsband zu befestigen. Für Hunde, die in anderen Ländern gehalten werden dürfen und sich nicht länger als zwei Monate ( danach tritt Meldepflicht ein ) in Bremen aufhalten, gelten diese Regeln nicht. Eine unentgeldliche Weitergabe registrierter Hunde an fremde Personen ist durch die Ortspolizei genehmigungspflichtig, aber erlaubt unter der Voraussetzung, das die fremde Person ihre Zuverlässigkeit nachweisen kann. Zu diesem Zweck ist der Halter verpflichtet, den Namen und die Adresse des künftigen Halters des Hundes bei der Ortspolizei für die Überprüfung zu melden. Bei auftretenden Bedenken seitens der Behörde ist diese berechtigt, ein amts – oder fachärztliches Gutachten zu verlangen.

Als gefährliche Hunde eingestuft sind in Bremen:

  • Pit Bull Terrier
  • Bullterrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier

Kreuzungen untereinander oder mit anderen Rassen
Hunde, die Menschen oder Tiere gefährdend angesprungen oder gebissen haben, die Wild oder andere Tiere hetzen oder reissen und Hunde, deren Zucht oder Ausbildung eine über das normale Mass hinausgehende Angriffslust oder Gefährlichkeit gefördert hat