Niedersachsen


Gefährliche Hunde dürfen nur mit einer behördlichen Erlaubnis gehalten werden. Bis zur Erteilung der Erlaubnis gilt der Antrag als vorläufige Erlaubnis und ist,wie die Erlaubnis selbst, stets in der Öffentlichkeit mit zu führen und auf behördliches Verlangen vorzulegen. Ortsfremde Halter gefährlicher Hunde, die sich nicht länger als zwei Monate ununterbrochen in Niedersachsen aufhalten oder keinen Hauptwohnsitz dort halten, benötigen keine Erlaubnis. Gefährliche Hunde müssen an einer Leine geführt werden, einen Maulkorb tragen und ausbruchsicher untergebracht sein. Eine Erlaubnis zum Halten und Führen eines gefährlichen Hundes wird nur Personen erteilt, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, die erforderliche Zuverlässigkeit ( Führungszeugnis ), Sachkunde ( Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit gefährlichen Hunden ) und persönliche Eignung ( z. B. körperliche Konstitution ) besitzen.

Die Fähigkeit des Hundes zu sozialverträglichem Verhalten muss durch einen Wesenstest ( Prüfung durch eine vom Fachministerium zugelassene Stelle oder Person ) belegt werden. Eine dauerhaft Kennzeichnung zur eindeutigen Identifikation des Hundes ist wie der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung ( 500.000 € Personenschaden, 250.000 € Sachschaden ) zwingend vorgeschrieben und mit den anderen Nachweisunterlagen binnen drei Monaten der Behörde zur Prüfung der Erlaubnisvoraussetzungen vorzulegen. Diese Frist ist einmalig um weitere drei Monate verlängerbar, danach ist die Erlaubnis zu versagen. Bei Erteilung der Genehmigung kann sie befristet, unter Auflagen und an Bedingungen gebunden, jederzeit ergänzt, verändert oder zurückgenommen werden. Der Halter ist verpflichtet, Anzeigen, den Verlust, den Tod oder die Abgabe des Hundes an eine andere Person mit Angabe der Personendaten unverzüglich schriftlich bei der Behörde anzuzeigen, bzw. seiner Auskunftspflicht nachzukommen. Die Behörde ist berechtigt, Grundstücke ( ohne Wohngebäude ) jederzeit und Betriebsstätten innerhalb der Betriebszeiten zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu betreten.

Als gefährlich laut Hundeverbringungs – und Einfuhrbeschränkungsgesetz gelten:

  • Pit Bull Terrier
  • Bullterrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • American Staffordshire Terrier

Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Hunden, Hunde mit verstärkter Aggressivität und Kampfbereitschaft, Hunde, die Menschen oder Tiere angefallen oder gebissen haben