Rheinland–Pfalz


Die Zucht, der Handel und die Vermehrung von gefährlichen Hunden sind verboten, das Halten von gefährlichen Hunden ist durch die örtliche Ordnungsbehörde genehmigungspflichtig. Die Erlaubnis zum Halten gefährlicher Hunde kann jederzeit widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen zur Erteilung entfallen, bzw. die Behörde ist berechtigt, bei ständigen Verstössen gegen die Verordnung Zwangsmittel anzuwenden. Erteilt wird die Erlaubnis nur Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, ihre Zuverlässigkeit ( Führungszeugnis kann verlangt werden, rechtliche Unbescholtenheit in den vergangenen fünf Jahren ) nachweisen und die erforderliche Sachkunde durch eine Prüfung vor einem von der Landestierärztekammer benannten Sachverständigen erfolgreich abgelegt haben.

Die Bescheinigung der Sachkunde gilt nur in Verbindung mit dem an der Prüfung beteiligten Hund für die Dauer von maximal fünf Jahren. Der Antragsteller muss ein besonderes Interesse ( Besitz oder Personenschutz ) an der Haltung eines gefährlichen Hundes belegen. Gefährliche Hunde müssen dauerhaft und unverwechselbar mit einem elektronisch lesbaren Chip von einem Tierarzt gekennzeichnet sein. Eine Bescheinigung des Tierarztes mit allen Daten, die auf dem Chip gespeichert sind, ist der örtlichen Behörde nachzuweisen. Wird der Hund von seinem Halter länger als 4 Wochen einer anderen Person ( Volljährigkeit und Zuverlässigkeit sind Voraussetzung ) überlassen, ist der Halter verpflichtet, der Behörde der Betreuungsperson des Hundes unter Angabe der Personendaten davon Mitteilung zu machen. Kommt die Behörde zu der Auffassung, es könnte eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit entstehen, kann sie die Überlassung des Hundes untersagen. Bei Verlust des Hundes ist unverzüglich die zuständige Behörde zu informieren. Halter gefährlicher Hunde sind verpflichtet, ihr Tier ausbruchsicher unterzubringen, so das keine Gefahr für Menschen, Tiere oder Sachen entsteht. In der Öffentlichkeit ( z. B. Treppenhaus, öffentliche Verkehrsmittel, Strassen ) ist der Hund an einer Leine zu führen und muss einen Maulkorb tragen, kann bei Nachweis der öffentlichen Sicherheit jedoch mit einer Ausnahmebescheinigung von der Maulkorbpflicht befreit werden. Es dürfen nicht mehrere gefährliche Hunde gleichzeitig von einer Person geführt werden.

Als gefährliche Hunde gelten:

  • Pit Bull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier

Hunde, die von einer dieser Rassen abstammen, die sich als bissig erwiesen haben, die Wild oder Vieh hetzen oder gerissen haben, die Menschen in gefahrdrohender Weise angesprungen oder eine gesteigerte Kampfbereitschaft und Angriffslust entwickelt haben.